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Digitales Netz für Sicherheit
" Zwei Tage nach dem Attentat auf die Pariser Schnellbahn Anfang Dezember 1996 wurde in Paris das digitale Sicherheits-Bündelfunknetz Iris in Betrieb genommen, das die vorhandenen Notrufsäulen, Notruf-Wechselsprechanlagen und Videoüberwachungssysteme ergänzt.
In Paris und Umgebung transportieren 500 Züge mehr als zwei Mio. Fahrgäste, die durch die Vorkommnisse der letzten Zeit stark beunruhigt waren und z.T. aus Sicherheitsgründen auf die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel verzichtet hatten.
Das 80-Millionen-Projekt realisiert der Geschäftsbereich PMR der Gruppe Matra Communication. Mit Iris verfügen die in den Zügen und Bahnhöfen eingesetzten Sicherheitskräfte und Kontrolleure über ein modernes und abhörsicheres Kommunikationsnetz. Neben der Notruf-Funktion und den Rufprioritäten (Einzelruf, Konferenz innerhalb geschlossener Nutzergruppen, Kommunikation im Simplexbetrieb) bietet das Netz die automatische Ermittlung des Aufenthaltsortes der Teilnehmer, das Mitschneiden von Gesprächen sowie den Zugang zum öffentlichen Telefonnetz. Ausserdem können vordefinierte Daten-Telegramme gesendet und empfangen werden. Die im Zug befindlichen Sicherheitskräfte und Kontrolleure können über die Notruf-Taste alarmiert werden. Auch in den Tunnelstrecken soll nach Herstellerangaben die Sprachqualität gewährleistet sein.
Das Bündelfunknetz basiert auf dem TETRAPOL-Standard. Im Endausbau sind für die 650 Teilnehmer 225 Relais-Stationen, fünf Basisstationen und zwei Einsatzleitstellen vorgesehen. Zusätzlich werden 55 Fahrzeuge mit Handy-Adaptern ausgestattet. Im Moment umfasst das System 300 km Schienenstrecke
Extract from W&S - Feb. 1997
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